Pula
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Pula
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Pula ist die Hauptstadt des
istrischen Tourismus hinsichtlich Kultur, Tradition und
Naturschönheiten. Während der Römerzeit war Pula im
vollen Glanz. Viele Spuren haben die Römer hinterlassen,
herausragend ist das herrliche Amphitheater, die Arena. In
venezianische Zeit wurde Pula zu einem bedeutenden Zentrum zur
Kontrolle der Adria und im laufe einiger Jahrhunderte entwickelte
sich zum wichtigsten Hafen K. und K. Monarchie.
Nur wenigen Kilometer vom
historischen Zentrum Pulas befindet sich das Touristenzentrum
Verudela, die Halbinsel der fein gegliederten pulaer Küste, die
Landschaft mit wunderschönen Buchten mit Kies- und
Sandstränden.
Die ersten Touristenausflüge
nach Pula wurden zu Beginn des 19. Jh. verzeichnet. Giovanni Carrara,
ein Konservator aus Pula, war 1828 als Reiseleiter zahlreicher
berühmter Persönlichkeiten und organisierter
Besuchergruppen tätig. Im Jahre 1832 besuchte auch der
österreichische Kaiser Franz Ferdinand I. Pula. Der erste
Reiseführer über Pula von Pietro Kandler (Cenni al
forestiero che visita Pola – Hinweise für Ausländer,
die Pula besuchen) in der Ausgabe des Österreichischen Lloyd aus
Triest wurde 1845 veröffentlicht. Das erste für die
Bürger und Touristen bestimmte Seebad Bagno Polese, zwischen der
kleinen Insel Uljanik und dem Verwaltungsgebäude im Hafen, wurde
bereits 1885 eröffnet. Danach wurden das kleine Strandbad
“Sakordana” und das Marinebad auf der Insel Sveti Petar
eingerichtet, wo nach einem festen Stundenplan zu unterschiedlichen
Zeiten Männer und Frauen baden konnten. Während des 1.
Weltkriegs wurde das Strandbad Zelenika eingerichtet und im Jahre
1936 das Seebad Stoja (Stabilimento bagni di Stoia). Riviera –
das erste moderne Hotel in Pula wurde 1908 eröffnet. Zur Zeit
der italienischen Herrschaft gab es einige Hotels: Miramare, Bologna,
Milano und Centrale und zwei Sommerkolonien für Kinder: Principe
di Piemonte auf Stoja und Sandro Mussolini auf Vargarola. In den 30er
Jahren des 20. Jh. waren auch einige Reisebüros in Pula
tätig. Der Tourismus erlebte in Pula seine Blütezeit in den
60ern, als längs der schönen, reich gegliederten Küste
mit üppiger Vegetation südlich von Pula die ersten
Feriensiedlungen gebaut wurden (Zlatne stijene, Ribarska koliba,
Verudela). Heute bietet Pula zahlreiche Erholungsmöglichkeiten,
denn außer gut ausgestatteten Hotels und anderen
Unterkünften gehören viele Sportplätze, Tanzterrassen,
Diskotheken, Spielcasinos, Gaststätten und Restaurants sowie
organisierte Ausflüge zum Angebot. In der Stadt liegen zwei
Jachthäfen, die für den Nautiktourismus wichtig sind.
Außerdem ist Pula ein bekanntes Kongreßzentrum
(großer Kongresssaal im Hotel Histria). Die Stadt kann man mit
allen Verkehrsmitteln erreichen, besonders sollte man die Nähe
zum Flughafen (6 km) hervorheben, der auch in den internationalen
Luftverkehr eingebunden ist. Veranstaltungen: das Kroatische
Filmfestival findet seit 1954 jährlich in der Arena statt (im
Juli), das Festival der Unterhaltungsmusik “Arena” findet
ebenfalls in der Arena statt (im Juli), Art & Music Festival -
Rockmusikfestival (im August). Pula ist auch ein beliebtes
Sportzentrum, denn wegen des angenehmen Klimas, der gut
ausgestatteten Sportplätze (Tennisplätze, Sporthallen,
Fußballstadions, Fußballplätze,
Leichtathletikstadion, Hallen- und Freibäder, Wassersportarten
u.a.) sowie wegen der Nähe zum Flughafen richten viele in- und
ausländische Sportmannschaften hier im Winter ein Trainingslager
ein. Außer den gewohnten Sportarten auf dem Festland kann man
auch unterschiedlichen Wassersport betreiben. Der Jachthafen ACI
verfügt über 294 Liegeplätze im Meer und weitere 100
Plätze an Land für Boote von 6–18 m; der Jachthafen
Veruda verfügt über 610 Liegeplätze im Meer und 150 an
Land für Boote von 6–15 m.
Die Stadt hat sich aus einer
Burgsiedlung entwickelt (18. bis 15. Jh. v. Chr.); der Name Pola
stammt aus dem Illyrieschen. Gegen Ende des 1. Jh. v. Chr. beginnt
die römische Kolonialisierung. Im frühen Mittelalter stand
die Stadt unter dem Exarchat von Ravenna, seit 788 unter
fränkischer Herrschaft. Nachdem sie einige Herrscher wechselte,
gelangt sie 1230 in den Besitz des Patriarchen von Aquileia. Nach
1331 steht sie unter dem Schutz Venedigs, u. z. bis zum Niedergang
der Republik Venedig (1797), als Pula an Österreich fiel.
Außer einer kurzen Zeit unter französischer Verwaltung
(1805–13) gehörte Pula bis 1918 zu Österreich bzw.
zur Donaumonarchie. Durch den Bau einer großen Werft im Jahre
1886 wird die Stadt zum wichtigsten österreichischen
Kriegshafen; Ende des 19. Jh. kam es zu einem Aufschwung der
Wirtschaft und insbesondere des Handels. Die Kriegswirren des 1.
Weltkriegs enden mit der italienischen Besetzung Pulas (1918). Durch
den Vertrag von Rapallo (1920) ist Pula Italien zugefallen. Im Jahre
1943 wurde die Stadt von deutschen Truppen besetzt. Das Ende des 2.
Weltkriegs erlebt Pula unter der Besatzung der alliierten
Mächte; 1947 wurde die Stadt an das kroatische Mutterland
angeschlossen.
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