12.02.2009

Wanderwege zum Berg Sveti Ilija

Mit 961 Metern ist der Berg Sveti Ilija der höchste Berg der Halbinsel Peljesac.
Seinen italienischen Namen „Monte Vipera“ erhielt der Berg aufgrund einer Vielzahl von Sandvipern, die es hier einmal gab. Heute sind jedoch nur viele Mungos übrig geblieben, die ursprünglich für die Schlangenbekämpfung eingesetzt wurden. Schlangen, Schakale sowie Muflons, von denen es nur noch ca. 300 gibt, sind heute eine Seltenheit. Denn durch die Jagd sind diese Tiere fast ausgerottet. Alle Wege, die zum Berg Sveti Ilija führen, sind gar nicht oder ganz wenig beschildert. Für den abenteuerlichen Weg, der etwa sieben Stunden in Anspruch nimmt, ist gutes Schuhwerk unverzichtbar. Detaillierte Informationen zu möglichen Wanderungen sowie eine Wanderkarte kann man im Orebic Touristenbüro bekommen. Es ist jedoch auch möglich, Reiseführer über das Reisebüro zu buchen.

Entscheidet man sich für eine geführte Tour, beginnt der Aufstieg oberhalb des Franziskanerklosters und führt weiter bis zum kleinen Weiler BILOPOLJE (150 m) und danach stetig leicht aufwärts in westliche Richtung. Schon auf dieser Höhe wirken die Insel und Stadt Korcula wie Miniaturen. Der Ausblick reicht bis zum Peljesac-Korcula Kanal mit vielen Inseln und Inselchen. Von weiter oben kann man auch die Orte Perna und Kuciste erkennen. Der Sveti Ilija ist jedoch auch über Wanderwege zu erreichen, die von den Orten Kuciste und Viganj ausgehen: Von Viganj aus beginnt der Aufstieg am Gornja Nakovana. Dieser Weg zieht sich dann langsam den Berg hinauf und an ihm entlang. Alle Wege führen teilweise durch dicke Macchia-Gewächse und Pinienwälder. Nach einiger Zeit ständigem und steilem Aufstieg erreicht man ein Steinhaus - eine kleine Berghütte mit Tisch, Bank und Feuerstelle. Hinter der Hütte geht es weiter Richtung Nordosten über Felsbrocken nach oben zum Gipfelkreuz. Hier kann man bei guter Sicht einen herrlichen Rundblick genießen. Neben der Insel Korcula mit umliegenden Inseln, kann man weiter in der Ferne ebenfalls bis zur Insel Palagruza und dem Neretva Delta blicken. Wer Glück hat, entdeckt bei ganz schönem und klarem Wetter sogar Italien.

Wenn man sich für die Wanderung mit einem Reiseführer von der Gornja Nakovana aus entscheidet, kann man gegen einen Aufpreis an der Feuerstelle bei der Berghütte grillen und nach Dalmatinischer Art zubereiteten Fisch verzehren. Nach der kleinen Pause führt der Weg vom Gipfelkreuz wieder bergabwärts. Hält man sich in Richtung Orebic, führt der Weg durch den kleinen Weiler URKUNICI. Von hier aus wandert man weiter Richtung Süden bis zum Ort KARMEN mit seiner kleinen Kapelle und kehrt danach zum Ausgangspunkt am Franziskanerkloster zurück. Vom Kloster aus kommt man über die asphaltierte Straße direkt in den Ort Orebic zurück.
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