Sehenswürdigkeiten in Dalmatien

Sfing vor DiokletianpalastSfing vor Diokletianpalast

Split

Split wird noch heute von dem riesigen, festungsartigen Palast, den sich der römische Kaiser Diokletian um das Jahr 300 als Altersruhesitz errichten ließ beherrscht, Heute ist das einstige Exil verbannter römischer Herrscher die Hauptsehenswürdigkeit der mitteldalmatinischen Stadt.

Der Aufstieg Splits beginnt erst mit der Zerstörung der nur wenige Kilometer entfernten christlich-romanischen Stadt Salona durch die Awaren und Slawen im Jahre 614. Flüchtlinge aus der verwüsteten Stadt hauchten dem alten Palast wieder neues Leben ein und machten aus ihm schließlich die Keimzelle des heutigen Split. In den nunmehr 1300 Jahren seiner Geschichte wurde die Stadt Split

Der unbestrittene Blickfang an der Nordseite des Palastes ist dagegen die Furcht einflößende Statue des Bischofs Gregor von Nin, die der Bildhauer Ivan Meštrovic im Jahre 1929 geschaffen hat. Das Berühren der großen, mittlerweile blankpolierten Zehe des fast acht Meter hohen Heiligen soll Glück bringen. Neben all dieser Kultur, kann man auch an den zahlreichen Stränden von Split und seiner Umgebung die Sonne genießen.

Sibenik

Sibenik, eine alte und vornehme Stadt, wartet mit vielen bedeutsamen Bauwerken auf. Das berühmteste davon ist, wie so oft im Mittelmeerraum, ein Gotteshaus. Dieser Dom, eine dreischiffige Kathedrale in einem Übergangsstil von der Gotik zur Renaissance erbaut, ist dem Heiligen St. Jakob gewidmet. Mit seinem raffiniert konstruierten Tonnengewölbe ist er weit über Sibenik hinaus bekannt, Nicht nur seines Daches, sondern auch seiner Fassade wegen, gilt der Dom vielen als das schönste christliche Gotteshaus in ganz Kroatien. Ganz militärisch geht es hingegen hoch über Sibenik zu. Hier wachen drei betagte Forts über die Stadt. Sie stammen noch aus jener Zeit, als Sibenik die wichtigste Festung Venedigs und Hauptverteidigungslinie gegen die Türken war. Das älteste der Forts trägt den Namen sveta Ana, zu deutsch heilige Anna. Den schönsten Rundblick über die Stadt Sibenik.

Trogir

Trogir ist nicht nur irgendeine der zahlreichen romanischen Städte an der Adria. In dieser Stadt findet sich der am besten erhaltene romanisch-gotische Komplex, nicht nur der Region, sondern ganz Osteuropas. Besurch Trogirs können in dem befestigten Stadtkern aus dem Mittelalter ein gut erhaltenes Schloss, etwa zehn Kirchen, einen Turm, sowie eine Vielzahl von Wohnhäusern und Palästen aus den Perioden der Romanik, Gotik, Renaissance und des Barocks bestaunen.

Trogir hat daneben eine ganze Anzahl von Sehenswürdigkeiten zu bieten. Die im 13. Jahrhundert erbaute St. Laurentius Kathedrale ist etwa für ihr westliches Portal berühmt, eines der Meisterwerke von Radovan und das wohl wichtigste Zeugnis des romanisch- gotischen Stils in ganz Kroatien.

Einen Einblick in die martialische Geschichte der Region bieten das Stadttor und die Stadtmauer ebenso wie die die Festung Kamerlengo aus dem 15. Jahrhundert. Ein Testament der Schönheit Trogirs sind dagegen die zahlreichen Paläste, etwa der Fürstenpalast aus dem 13. Jahrhundert, der Groß- und Kleinpalast Cipiko aus dem 15. Jahrhundert, sowie eine Stadtloggia, ebenfalls aus dem 15. Jahrhundert Trogir ist eine Schatzkammer der Kunst oder mit den Worten des berühmten Berenson, eine Museumsstadt. Überall sind die Werke großer Meister der Renaissance, wie Gojkovic, Alesi, Dunkovic und Nikola Firentinac, spürbar. Die opulente Pracht des Domes kontrastiert mit den verschlungenen Gassen der Stadt, die so angefüllt ist von Kunst auf Leinwänden, in Miniaturen und Schnitzereien. Trogir ist durchsetzt von Museen, Kunstsammlungen und alten Bibliotheken, in deren Stille genug Zeit zur Reflexion über die beeindruckende Aussicht auf Himmel, Meer und Natur bietet.

Dubrovnik

Dubrovnik ist mit ein der schönsten Städte Kroatiens. Seinen Ursprung hat es im 12. Jahrhundert. Zu dieser Zeit entstand hier ein reicher und mächtiger Stadtstaat, der "Ragusa" hieß. Doch Ragusas Reichtum währte nicht lange und so bleiben aus dem 12. Jahrhundert blieben nur die gigantischen, später noch vergrößerten Umfassungsmauern und einige wenige Gebäude übrig. Der Rest fiel einem Erdbeben im 17. Jahrhundert zum Opfer. Dabei war der Stadtstaat sehr fortschrittlich. Schon im 14. Jahrhundert verfügte die Bevölkerung der Stadt Dubrovnik bereits über eine eigene staatliche Krankenhausversorgung. Dubrovniks Schönheit wird, anders als bei vielen wildgewachsenen Städten der Mittelmeerküste, weniger vom Charme der einzelnen Gebäude bestimmt, als vielmehr von ihrer Anordnung. Dubrovniks Häuser, Straßen und Plätze, wurden in vollendeter Harmonie geplant und machen so die Stadt selbst zur Attraktion. Die Beliebtheit der Stadt Dubrovnik kannte keine Grenzen, sie hatte sogar ihre eigene Hymne, die den Namen Himna Slobode, die Hymne der Freiheit, trug. Doch nicht nur lange vergangene Erdbeben machten Dubrovnik zu schaffen. Im Jugoslawienkrieg 1990 - 1995 wurde es von den serbischen Truppen so gut wie völlig zerstört, die historische Stadt Dubrovnik konnte jedoch nach dem Krieg wieder aufgebaut und so erhalten werden.

Makarska

Makarskas Baumeister nutzten jeden verfügbaren Platz für ihre Stadt. Und so umschließt es, einem Amphitheater gleich, eine Bucht am Fuß des Biokovo Gebirges. Das Städtchen Makarska ist Mittelpunkt der 60 km langen und nach ihm benannten Makarska-Riviera, an der sich von Brela im Nordwesten bis nach Gradac im Südosten ein Ferienort an den anderen reiht. Als Zentrum des alten Makarska gilt der an den Hang gebaute Kacic Platz, den der Namensgebende Dichter philosophisch und die barocke Pfarrkirche sveti Marko, des heiligen Marko, architektonisch beherrschen. Unweit von Makarskas zentralem Platz, am südlichen Ende des Hafenbeckens, findet sich in den Mauern eines Franziskanerklosters eine bedeutende Kunstsammlung ebenso, wie das Malacologische Museum, eine sehenswerte Muschelsammlung mit Ausstellungsstücken nicht nur aus der Adria.

Wer hoch hinaus will, sollte bei gutem Wetter den Gipfel des 1762 m hohen Sveti Jure, zu Deutsch der heiliger Jure, in Angriff nehmen. Man muss kein Alpinist sein, um ihn zu erreichen. Er ist über eine schmale Straße von Makarska aus leicht zugänglich, was einer ca. dreistündigen Wanderung entspricht. Von diesem Gipfel des Biokovo Gebirges aus hat man einen atemberaubenden Überblick über Makarska, sowie die gesamte süddalmatinische Inselwelt.